Heute ist sicherlich einer der trübsten Tage für unser Team. Vor ca. 6 Wochen haben wir die kleine ELLA aus einer örtlichen Verwahrungsstelle, einem sogenannten „pound“ geholt. Sie lebte in ihren eigenen Fäkalien, hatte grünes Wasser in einem Eimer und völlig verschimmeltes Futter in zwei Näpfen.

ELLA war schon da in einem schlimmen Zustand – völlig verängstigt, abgemagert und einfach krank. Es stellte sich heraus, dass sie unter mindestens drei Mittelmeerkrankheiten litt, die bereits ihre Organe angegriffen hatten. Heute wissen wir, dass sie sogar trächtig war – in einem ganz frühen Stadium.

In den ersten Wochen hatten wir große Hoffnung und das Team in unserem Rettungs-Zentrum auf Zypern kümmerte sich aufopferungsvoll um die Kleine. Unser Tierarzt Marios Nikolaou ließ nichts unversucht, damit es ELLA besser ging. Wie man so schön sagt: Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut.

Doch in den letzten Tagen ging es ELLA plötzlich schlechter – deutlich schlechter. Sie kam in die Klinik, brauchte Blut-Transfusionen und ihre Nieren drohten zu versagen. Hier stellten wir dann auch die Trächtigkeit fest.

Heute Morgen konnte und wollte ELLA nicht mehr – sie bekam epileptische Anfälle, hatte eine Fehlgeburt und die restlichen Details möchten wir Euch ersparen…
Sie gab auf und Marios und unsere Kollegin spürten dies. Das Letzte, was wir noch für sie tun konnten war, sie gehen zu lassen. Das waren wir ihr schuldig – sie sollte nicht mehr leiden müssen.

Unsere tägliche Arbeit ist eine Achterbahn der Gefühle. So viel Freud und Leid so nah beieinander – unfassbar!! Wer dies noch nicht selber erlebt hat, kann es sich schwer vorstellen. Jeder von uns investiert so viel Herz, Gefühl, Zeit, Geld und vieles mehr – und manchmal ist es „einfach nicht genug“ und wir verlieren – so wie heute bei ELLA. Und dann bricht wieder ein kleines Stückchen unseres Herzens und begleitet ELLA auf ihrer letzten Reise…

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit – alleine ist es fast unmöglich, all diese Herausforderungen zu stemmen. Insbesondere finanziell. Denn auch wenn wir heute den Kampf verloren haben – die Kosten bleiben und müssen bezahlt werden. Und um auch in Zukunft Tieren in Not wie ELLA helfen zu können, brauchen wir SIE!

P.S.: Ein ganz besonderer und großer Dank geht an unsere Kollegen auf Zypern – Veronica, Marian-cosmin, Vasia, Norman – und insbesondere an unseren Tierarzt Marios, der immer an unserer Seite ist und für die Tiere unter unserem Schutz kämpft!